reißen

vom Federnreissen


Ein winterlicher und nützlicher Brauch war das Federnreissen. In den Wintermonaten kamen an einem Tag die Nachbarn zusammen, um die Federn der zu Weihnachten geschlachteten Gänse oder Hühner zu „reißen“. Die Kiele wurden abgetrennt, bzw. Pflaumenfedern aufgespelien, damit sie das „Inlett“ der Betten nicht durchstechen. So wurden früher die eigenen Federbetten selbst hergestellt und aus einer Notwendigkeit eine schöne Tradition. Bei der Arbeit gab es hin und wieder ein Schnäpschen und „Fettpemmen“ (Gänsefettstullen). Es wurden die neusten Ereignisse des Ortes „betratscht“ und ab und zu auch Lieder gemeinsam gesungen.

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Bernd Hopke

Quelle:
Material des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege e.V. Annaburg