Maifest

Schon die Römer feierten im Mai die Floralien, ein Fest zu Ehren der Blumen-Göttin Flora, einer Patronin des Frühlings und der Blumen. Dieses Römerfest verschmolz mit dem keltischen Beltanefest zum Maifest. n der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird der Anbruch der warmen Jahreszeit mit einem Tanz in den Mai gefeiert. Besonders „wild“ und „gefährlich“ geht es in diesen Stunden in der näheren Umgebung des Harzes zu, wo nach einem alten germanischen Volksglauben Hexen auf ihren Besen durch die Lüfte reiten, um auf dem Brocken an den Hexenfeiern zur Walpurgisnacht teilzunehmen.

In unseren Orten wird zum 1. Mai nach altem Brauch ein bunt geschmückter Maibaum aufgestellt, um den früher verbreitet Volkstänze aufgeführt wurden. Es galt, im Wettbewerb um den größten und schönsten Maibaum mit den umliegenden Gemeinden zu bestehen. Auch wurden früher die Maibäume von den jeweils anderen Gemeinden gestohlen und von ihren Besitzern verteidigt. Nach dem ungeschriebenen Gesetz der Tradition muss eine Gemeinde, deren Baum gestohlen worden ist, ihn von den Dieben um eine gehörige Menge Bieres „auslösen“. Früher war es auch üblich von jungen Männern am Haus ihrer Freundin bzw. Angebeteten Birkenzweige anzubringen. Dabei handelt es sich vornehmlich um junge Birken. Bei einem Kirschbaum oder einer Kiefer, sollte sie sich Gedanken über ihren Ruf machen. Im Schaltjahr sind dann die Frauen angehalten, ihrem Liebsten einen Maibaum zu stellen.

Text: Bernd Hopke

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Material des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege e.V. Annaburg
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