Heimatfest

Kinder- und Schulfest (Annaburger Heimatfest)

Jedes Jahr zum Schulbeginn, fand im Ort das Kinder- und Schulfest statt. Gefeiert wurde meist hinter dem Annaburger Schloß.

Mit dem Willen, die Heimatliebe und Heimattreue zu entwickeln und zu festigen wurde es 1837 durch Kantor Daniel Große (andere Quellen geben den blinden Pfarrer Dr. Seyler an) geboren.
Er organisierte ein Kinderfest, das mit einfachen und geselligen Spielen, zum Beispiel Stangenklettern, Eierlaufen und Armbrustschießen, den Kindern Freude bereitete. Sicherlich angeregt auch auf die ersten Erfahrungen mit der Kinderbewahranstalt in Annaburg und den Spielideen von Friedrich Fröbel.

In den 30 Jahren änderte sich die Bezeichnung über Volks- und Heimatfest zum Schul- und Heimatfest. Unter diesen Namen wurde auch 1937 das 100-jährige Jubiläum begangen.
Da der Aufwand für die Vorbereitung immer umfangreicher wurde, bildete sich bereits zum Anfang des letzen Jahrhunderts ein Kinderfestausschuss. Im Laufe der weiteren Jahre änderte sich die Organisationsform vom Heimatfestausschuss über Festkomitee bis hin zur Organisation durch Rat der Stadt und dem damaligen Gemeindeverband Heideeck.
Auch wenn von 1976 – 1988 keine Feste mehr organisiert wurden, lebte dieses  traditionelle Heimatfest wieder auf und erfreut sich heute allgemeiner Beliebtheit.

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Bernd Hopke

Quelle:
Material des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege e.V. Annaburg
Heimatfestverein Annaburg e.V. unter http://www.heimatfestverein-annaburg.de/ (Zugriff 01.2008)