Das Annaburger Floßamt

– staatliche Holzhandelsmonopol


Die Literatur, vor allem aus dem 19. Jahrhundert, berichtet über das Floßamt, welches in Annaburg bestand. Außerdem erfahren wir, dass der sächsische Kurfürst 1793 das Flößen auf dem Neugraben befohlen hat. Damit entstand der Eindruck dass auch das „Amt“ mindestens genauso lange schon bestanden hat. Der Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege e.V. Annaburg hat sich und hier vor allem der am 23. Oktober vergangenen Jahres verstorbene Eberhard Förster mit vielen Archivakten aus sächsischer und preußischer Zeit, die über das „Flößen“ berichteten, lange Jahre beschäftigt und sie mühsam aus der „deutschen Sütterlinschrift“ in die uns geläufige „Lateinschrift“ übersetzt. Da seine Leidenschaft den Mühlen gehörte, hat er sich auch nur mit den Akten beschäftigt, die in sächsischer wie in preußischer Zeit über den konfliktbeladenen Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Flussnutzern (Flößern, Müllern, Fischern) berichteten. Es war eine mühselige „Fleißarbeit“ die in den mir von Eberhard zur Verfügung gestellten Texten steckte.

 

 

Bernd Hopke
Ortschronist