1945 – 1990

Annaburg durch die J a h r h u n d e r t e – Chronologie der Ereignisse 1945 – 1990


 

1945-1949 Im Nachkriegsdeutschland i. d. SBZ

1945 Am 08.05. ist der Krieg zu Ende. Die deutsche Wehrmacht kapituliert bedingungslos! An diesem Tag hat das Land 11.094.000 Kriegsgefangene zu beklagen! Der Krieg ist zu Ende und die Menschen können es kaum fassen! Angst haben sie und es breitet sich eine große Ungewissheit aus.

1945 Der Sitz der 1. russischen Kommandantur 1945 war im Textilhaus Bortfeld jetzt Becker auf den Marktplatz. Militärkommandanten von Annaburg, war Gardekapitän Schakirow. Die Kommandantur hatte unter anderen die Aufgabe ehemalige russische und Zivilgefangene durch Annaburg und weiter zu leiten.

1945 Da die Regierungsgewalt in Deutschland jetzt von den Alliierten ausging war eine der ersten Bestimmungen: dass „…bis zu einer Herbeiführung einer Aufsicht über alle Nachrichtenverkehrsmittel durch die Alliierten Vertreter … aller Nachrichtenverkehr aufhören sollte“ – deswegen mussten alle Anna-burger ihre Rundfunkgeräte neben Waffen und Munition in der russischen Kommandantur abliefern.

1945 Kaum hatte sich die allgemeine Situation einigermaßen normalisiert, kaum war der Waffenstillstand unterzeichnet, und schon wurde am 11. Mai 1945 der Schulunterricht in Annaburg wieder aufgenommen. Er vollzog sich in den beiden kleinen Schulhäusern am Markt. Mit zunächst nur 221 Kindern wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Dieser Anfang war nur möglich, dank dem großzügigen Verständnis und der tatkräftigen Hilfe des Militärkommandanten von Annaburg, des Bürgers Alfred Prüfer und anderer mutiger Menschen dieser schweren Zeit. Denn die offizielle Genehmigung durch die SMAD erfolgte erst mit Befehl Nr. 40 „Über die Vorbereitung der Schulen zum Schulbetrieb“ vom 25. August 1945 zum 01.Oktober 1945 für die SBZ.

1945 Schon Mitte Mai gab der Sowjetische Kommandeur von Annaburg die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Postverkehrs. Ab dem 20. Mai haben sieben Annaburger Postangestellte mit einigen Umsiedler mit der Wiederherstellung des Postbetriebes und seiner technischen Einrichtungen begonnen.

1945 Schon im Mai begann der Aufbau des Steingutwerks mit ca. 40 Kollegen, zuerst mit Aufräumungsarbeiten und anschließend wurde die Produktion wider angekurbelt. Es mangelte an Chemikalien und ganz besonders an Kohle.

1945 Im Juli funktioniert wieder der Telefon- und Postverkehr in der Stadt Annaburg und im Kreisgebiet. Auch die Bahnpost verkehrt ab dieser Zeit wieder regelmäßig auf der Strecke Falkenberg – Wittenberg

1945 Die Rundfunkgeräte wurden Anfang Juli durch den sowjetischen Militärkommandanten freigegeben, nachdem bereits am 13. Mai der Berliner Rundfunk mit Erlaubnis der sowjetischen Besatzungsmacht seine Sendetätigkeit wieder aufgenommen hat und auch der Sender Leipzig sendete wieder ab dem 19. September.

1945 Mit Befehl Nr. 2 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) vom 10. Juli wurde die Bildung antifaschistischer Parteien und Gewerkschaften in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) zugelassen. Es erfolgte in Annaburg die Neu-Gründung der SPD, die Gründung der LDPD sowie die Bildung des Ortsvorstandes der KPD.

1945 Nach dem Ende des II. WK wurde die Kaserne (ehem. Gefangenenlager) von Ende Juli bis Oktober 1945 Lager und Unterkunft für Flüchtlinge aus dem Sudetenland und anderen Ostgebieten. Unter Einbeziehung des Schlosses, der Turnhalle und anderen Gebäuden betrug die Gesamtflüchtlingszahl in Anna-burg ca. 2.000 Personen. Die Verpflegung der vielen Menschen bereitete große Probleme. Die Tagesration an Brot betrug pro Person 200 bis 250 Gramm (ca. 4 Scheiben). Auf einfachen Backöfen, aufgestellt zwischen Kaserne und Graben wurde Zusatznahrung aus Kartoffelscheiben gebacken. Etwa 1.000 Flüchtlinge wurden im August 1945 nach Quedlinburg verlegt. Im Oktober 1945 konnten die verbliebenen ca. 70 Personen in die Annaburger Jugendherberge verlegt werden.

1945 Von August bis Dezember war im Annaburger Postamt zusätzlich eine Feldpoststation der Sowjet-armee untergebracht, deren Angehörigen bei der Instandsetzung des Gebäudes halfen.

1945 Am 1. August wurde die Maschinenfabrik mit 20 Arbeitskräften aus dem bereits zu 90 % demontierten Henselwerken in einen Teil des Steingutwerkes gegründet. Im Monat Oktober 1945 waren es dann schon ca. 80 Beschäftigte.

1945 Im August wurde Herr Schmidt (wohnhaft in der Ulmenstrasse) als 1. Bürgermeister durch die Besatzungsmacht eingesetzt.

1945 Bis zum August werden in der Lichtenburg/Prettin die durch die USA (völkerrechtswidrig) ausgelieferten Wlassow-Soldaten von russischem Militär (NKFD) gefangengehalten und verhört. Ende August kommen sie in das Sammellager Torgau und von dort in die GULap nach Sibirien.

1945 Am 01. Oktober begann nach den Sommerferien der Schulunterricht wieder im Gebäude der ehemaligen Musikschule der Militärknabenerziehungsanstalt, das während des Krieges von der deutschen Wehrmacht besetzt gewesen war, dann zeitweilig den Besatzungstruppen als Lazarett gedient hatte, wurde zuvor geräumt und für Schulzwecke freigegeben. Auf Anordnung des Militärkommandanten wurden sämtliche Handwerker der Stadt aufgeboten, um das Gebäude gründlich zu renovieren.

1945 Wurde am 23. Oktober auf Anordnung des Alliierten Kontrollrates eine offizielle Einheitszeit für ganz Deutschland bestätigt. Dementsprechend wurde am 18. November 2.00 Uhr, die Zeit auf Greenwichzeit+1h wieder eingeführt. Bis dahin galt die jeweilige Zeit der Besatzungsmacht – In Annaburg offiziell die Moskauer Zeit.

1945 Wurde auf der Grundlage der Beschlüsse der 4 Alliierten auf der Potsdamer Konferenz und des Aufrufs der KPD vom 11.06.1945 durch die Landes-regierungen in der SBZ der Beschluss gefassten, ab September 1945 die Bodenreform durchzuführen. Enteignet wurden ab Ende September alle Betriebe über 100 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche und alle Nazi- und Kriegsverbrecher. Im Kreis Jessen waren das 11 Betriebe mit insgesamt 2.374 ha Land-wirtschaftliche Nutzfläche. In Annaburg wurde das Gut Gertrudshof, Eigentümer Mühlenbesitzer und Landwirt Paul Pohlitz, mit ca. 105 ha enteignet. Die örtliche Bodenkommission verteilte das Land an Umsiedler, Landarbeiter und landarme Bauern. Außerdem wurde im Ziegendickicht Wald gerodet, urbar gemacht und im Zuge der Bodenreform mit verteilt. In Gertrudshof erhielten die Umsiedler je ca. 9 ha Land. Das waren: Karl Brade, Martha Scholz, Erich Reimann, Alma Reimann, Otto Sährig, Ger-hard Pirch, Gertrud Klingauf, Gertrud und Alfred Jentzsch. In Annaburg erhielten Erich Fieseler und Frieda Münch, verh. Käding, später Stets, eine Neubauernstelle.

1945 Laut Befehl 209 der SMAD (Sowjetische Militäradministration Deutschland) von 1945 waren Neubauernhöfe zu schaffen. So entstanden die Höfe in Gertrudshof, an der Schweinitzer Straße (Münch) und in der Züllsdorfer Straße (Fieseler). Letzterer Hof wurde später von Heinz Stephan, danach von Familie Hoffmann gekauft. Die VdgB Annaburg mit seinem Maschinenhof unterstützte die Baumaßnahmen, insbesondere durch den Transport von Bau-material vom Bahnhof zu den Baustellen. Welches lebende und tote Inventar die Neusiedler erhielten, ist heute leider nicht mehr feststellbar. Das Inventar war kostenlos. Für den Boden war ein geringer Preis (im Nachbarkreis Schweinitz waren es 200 DM/ha) in Raten über 20 Jahre zu entrichten. Ab 1950 gab es auf vorfristige Ratenzahlungen Nachlass.

1945 Neben den Einzelbauern gab es in Annaburg zu dieser Zeit noch ca. 230 ha Kleinstflächen (Acker und Grünland). Diese Kleinstflächen wurden mit den Gespannen der Einzelbauern bearbeitet. Dafür mussten die Kleinstflächenbesitzer durch Handarbeiten die Gespannleistung wieder abarbeiten.

1945 Im Oktober meldete der Bürger Richard Gregor aus Groß Naundorf in Annaburg in der Mühlenstrasse 22 im ehemaligen Betrieb Kunze (später unter den Namen KWU bekannt) den 1. Baubetrieb nach dem 2. Weltkrieg an.

1945 Nach der Auflösung des Umsiedlerlagers zogen sowjetische Streitkräfte in das Gebäude der Unteroffiziersvorschule ein. Das Objekt wurde nun ständig von ca. 600 Soldaten eines Eisenbahnbrückenbauregimentes genutzt. Sämtliche Fahrzeuge und Ausrüstungstechnik waren im Waldgebiet der ehemaligen „WiFo“ (Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH, eines von vielen Treibstofflagern der Deutschen Wehrmacht) stationiert. Die sowjetischen Truppen waren bis zu ihrem Abzug am 17.12.1992 in Annaburg stationiert.

1945 Aus den Hensel-Werken geht die Annaburger Maschinenfabrik hervor. Schlosskirche und ehem. Handelstransport werden von der Maschinenfabrik genutzt. Es wurden z.B. Sackkarren, Handwagen, Schlitten, aus Gasmasken wurden Milchkannen angefertigt und die ersten Langholzwagen für Pferde-gespanne hergestellt.

1945 Im Steingutwerk arbeiten wieder 80 Beschäftigte

1945 /1946 Als Reparationsleistung wurde das 2. Gleis zwischen Wittenberg und Falkenberg demontiert.

1946 Zur Sicherung der Ernährung wurde die Ablieferungspflicht für landwirtschaftliche Betriebe eingeführt. Die Sollvorgaben erfolgten durch die staatlichen Organe. Das Ablieferungssoll galt sowohl für Milch, Eier, Schweinefleisch, Rindfleisch, Wolle und für Getreide, Kartoffeln sowie Zuckerrüben als auch für Vermehrungskulturen und Tabak. Die Sollauflagen waren gestaffelt. Für kleine und mittlere Betriebe ab l ha niedriger, bei größeren Betrieben über 10 ha bzw. über 20 ha viel höher. Durch die schlechten Produktionsbedingungen, Sandböden, geringe Erträge, hohe Sollauflagen, war es für die Annaburger Bauern, besonders für die Betriebe über 20 ha, sehr schwierig, die Sollauflagen zu erfüllen.

1946 Vereinigungssitzung von KPD und SPD in Annaburg zur Gründung der SED

1946 Am 16.07. wurde auf Befehl des russischen Kommandanten für Landwirtschaft die tägliche Arbeitszeit ab sofort in der Landwirtschaft auf 16 Stunden festgelegt. Bei der Einbringung der Ernte hatten sich die einzelnen Landwirte gegenseitig zu unterstützen. Dort, wo jede Zugkraft fehlt, mussten sich Männer und Frauen vor den Wagen spannen und schieben helfen, um die Ernte einzufahren. Auch die arbeitsfähigen Evakuierten waren ohne Rücksicht zur Arbeit verpflichtet worden.

1946 Arbeiteten in der Steingutfabrik ca. 150 Beschäftigte und in der Annaburger Maschinenfabrik waren es rund 80 Mitarbeiter. Daneben waren die Forstwirtschaft, die Samendarre, einige Holzverarbeitende Betriebe, Baugeschäfte, Gärtnereien, der Kohlen- und Getreidehandel, der Konsum mit drei Filialen, über 40 Handwerker, Kaufleute und Gastwirte, die Gepäck- und Güterabfertigung der Reichsbahn, sowie Schulen, Ämter, Ärzte in Annaburg tätig.

1946/47 Es herrscht ein sehr strenger Winter. Aus Mangel an Brennstoffen werden von der Bevölkerung von Annaburg Wurzeln in der Annaburger Heide ausgegraben und mühselig (alles in Handarbeit) zu Brennholz zerkleinert.

1947 Mit dem Gesetz Nr. 46 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland wurde der Staat Preussen mit der Provinzen Sachsen aufgelöst. Dafür ent-standen das Land Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Annaburg gehörte jetzt zum Land Sachsen-Anhalt, Kreis Torgau.

1947 Mitte Mai brach in der Annaburger Heide ein riesiger Waldbrand aus, dem über 600 ha Waldbestand zum Opfer fiel. Diese vom Feuer vernichtete Fläche wurde bis 1950 wieder aufgeforstet.

1947 Gründung des VEB (L) Steingutwerk (vormals Heck-mann)

1947 Am 20. Mai ordnete die Sowjetische Militäradministration in Deutschland den bezahlten Urlaub für alle Arbeiter und Angestellten in Unternehmungen und Ämtern an.

1948 Da aufgrund der inflationären Geldentwertung nach dem 2. Weltkrieg die politischen Lösungsabsichten und damit die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland immer weiter auseinander drifteten, kam es im Sommer in allen Besatzungszonen zu Währungsreformen, die die Spaltung Deutschlands einleiteten.

1948 Am 21. Juni wurde ohne Absprache mit der Sowjetischen Besatzungsmacht auf Anordnung der drei westlichen Besatzungsbehörenden eine separate Währungsreform durchgeführt. Damit kam es zum offiziellen Bruch zwischen der SMAD und den anderen Militärverwaltungen. Die SMAD befahl da-raufhin für den 26. Juni als Gegenmaßnahme ebenfalls eine Währungsreform für ihre Besatzungszone zu der auch Annaburg gehörte. Ab 24.6. wurde dazu im Postamt Annaburg eine Umtauschkasse eingerichtet, bei der Einzelpersonen und Familien, die kein Konto besaßen, bis zu einem Höchstbetrag von 5000 Reichsmark (alte Währung) umtauschen konnten. Der Umtauschsatz betrug 10:1

1948 Gründung des Ortsverbandes der CDU in Annaburg

1948 Nach Inbetriebnahme des Tunnelofens im Steingutwerk wuchs die Belegschaft auf ca. 200 Kollegen und zum Ende des Jahres schon auf 350 Kollegen an.


1949-1990 Im geteilten Deutschland (DDR)

 

 

1949 Am 7. September 1949 konstituierten sich der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesrat, am 12. September wurde Theodor Heuß zum 1. Bundespräsidenten und am 15. September dann Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gewählt. Einen Monat später, am 7. Oktober 1949 bildete sich der Deutsche Volksrat zur Provisorischen Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik um und Otto Grotewohl wurde zum Minister-präsidenten benannt. Am 11. Oktober legte Wilhelm Pieck als Staatspräsident den Eid auf die Verfassung der DDR ab. Diese historischen Ereignisse im Westen wie im Osten Deutschlands hatten zur Folge, dass über 40 Jahre hinweg zwei deutsche Staaten in Mitteleuropa bestanden und sich in politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und vielen anderen Fragen gegensätzlich entwickelten.

1949 In Annaburg befand sich die Düngemittel- u Futtermittelhandlung W Otte. Ihr Geschäftsführer war der Matthes Fritz. In Naundorf (jetzt Groß Naundorf) bestand die Spar- und Darlehnskasse Naundorf-Bethau, die sich mit dem Geldverkehr und Kreditvergabe beschäftigte und im geringen Maße auch mit Düngemittel und Brennstoffen handelte. Außerdem befand sich in Annaburg in der Turnhalle die Filiale vom Kornhaus Torgau mit drei Mitarbeitern. Diese Firmen und Einrichtungen schlossen sich zur „Landwirtschaftliche Dorfgenossenschaft Annaburg und Umgebung e.G.m.b.H.“ zusammen. In diesem Zeitraum war Herr Mietzsch der Vorsitzende. Diese Genossenschaft wickelte auch den Geldverkehr für die Bauern ab. Sie war der Vorläufer der BHG.

1949 Die Futtermittelhandlung Otte in Annaburg verkaufte die baulichen Anlagen mit Inventar zum Preis von 2o.ooo.- M an die Landwirtschaftliche Dorfgenossenschaft.

1949 Die Reparationsleistungen in den westlichen Besatzungszonen werden mit dem Petersberger Abkommen vom 22. November bis zum Abschluss eines Friedensvertrages für das Gebiet mit dem Geltungsbereich des Grundgesetzes (BRD) ausgesetzt.

1949 Im November arbeiteten im VEB (K) Maschinen- und Gerätebau in Annaburg 58 Arbeiter in der Produktion und erwirtschafteten einen Umsatzbrutto von 468.000,- Mark.

1949 Ende des Jahres baute Gustav Schmidt den Kinosaal in der Feldstraße wieder als Tanzsaal um und die Kinoeinrichtung mit der Kinoapparatur wurde ausgebaut. Doch durch den Umbau hatte er sich so verschuldet und da er seine Kinoeinrichtung nicht verkaufen konnte ist er zahlungsunfähig geworden und so wurde der Betrieb geschlossen. Die Konsum Genossenschaft hat das Grundstück übernommen, einen Möbelladen und auch einen Lebensmittelladen bis zur Schließung 1990 dort betrieben.

1949/50 Die Annaburger Molkerei wurde nach Gründung der DDR verstaatlicht und zur Molkerei VEB umgewidmet. Die Leiter der Molkerei in Annaburg, Molker genannt, waren Herr Rost und Herr Patyk. Vor 1945 war Herr Leimenstoll Betriebsleiter.

1950 Vor Bildung der LPG bestand in Annaburg eine

1950/60 Wurde die gesamte Post für die Gemeinden Groß Naundorf und Kolonie Naundorf von Annaburg mit Briefbeuteln und Säcken mit der Kleinbahn befördert

1950/51 In den Jahren 1949/50 erfolgte im Raum Jessen die Gründung von drei MAS: das war in Mark Zwuschen (1949), Klöden und Gerbisbach (1950). Für Anna-burg war die MAS Gerbisbach zuständig. Schon kurze Zeit danach erfolgte der Bau eines Technikstützpunktes auch in Annaburg, unmittelbar hinter der Annaburger Stadtmühle. Vorerst waren die Garagen vor dem Neugraben an der Mühle eine Zwischennutzung für die ersten MAS – Traktoren und für eine provisorische Werkstatt.

1951 Durch den Beschluss der VdgB Ortsorganisation Annaburg, Bethau, Groß Naundorf und Purzien wurde die Verschmelzung der Landwirtschaftlichen Dorfgenossenschaften mit der VdgB-BHG (Bäuerliche Handelsgenossen-schaft am 21. Februar vollzogen.

1951 Bau einer Wasserleitung im Stadtgebiet

1951 In der ehemaligen Jugendherberge wird das Forstlehrlingsheim Annaburg eingerichtet. Es dient zur Ausbildung von Forstfacharbeitern, die in der Annaburger Heide ihre praktische Ausbildung erhalten.

1952 Am 23.7. beschloss die Volkskammer das „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und die Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR.“ Danach traten an Stelle der 5 Länder nun 14 Bezirke. Die Kreise wurden verkleinert und neu gegliedert. Annaburg kommt zum neu gegründeten Kreis Jessen, Bezirk Cottbus. Die Stadt zählt Anfang des Jahres 5.200 Einwohner. Im Steingutwerk arbeiteten wieder ca. 400 Mitarbeiter.

1952 Einrichtung des Kreisgerichtes Jessen in Annaburg

1952 In der Landwirtschaft wird zu dieser Zeit an Getreide entsprechend Bodenverhältnissen viel Roggen angebaut, etwas Hafer für die Pferde, bei Weizen und Gerste waren es nur Kleinstflächen auf besonders ausgewählten Böden. Die Erträge lagen im Durchschnitt noch unter 20 dt/ha. An Hackfrüchten baute man Kartoffeln für den Eigenbedarf und für die Schweinehaltung an. Dazu wurden noch Futterrüben, Steckrüben, auch Kohlrüben angebaut und entsprechend der Beauflagung in geringen Mengen Zuckerrüben. Der Einsatz von Mineraldünger erfolgte nur in sehr begrenztem Umfang.

1952 Ab diesem Jahr begann der Übergang zur genossenschaftlichen Produktion in Annaburg. Es wurde die LPG „Freundschaft“ Typ III am 9. November gebildet. Die Gründer waren: Peschel, Max und Emilie Krüger, Reinhold und Reinhilde Richter, Else Zimmermann, Richard Schurig, Erich und Frieda (am 11.08.1953 wieder ausgetreten). Der erste Vorsitzende wurde Max Peschel. Die bewirtschaftete Fläche betrug 38 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche. Sitz der LPG wurde der Hof Helm, weil zur selben Zeit die Familie Helm republikflüchtig geworden war. Der Betrieb war ohne Arbeitskräfte. Die Bildung der LPG „Freundschaft“ kam da gerade zur rechten Zeit, um die Bewirtschaftung des Hofes fortzusetzen und die Felder zu bearbeiten.

1952 In diesem Jahr wurde das Annaburger Schulgebäude trotz großer Materialschwierigkeiten unter einem Kostenaufwand von 42.350 Mark modernisiert. Das Schulgebäude bekam eine große zweiflüglige Toilettenanlage die veraltete, fehlerhafte Zentralheizungsanlage der Schule wurde durch den Einbau eines neuen Kessels und durch den Bau eines neuen Schornsteins modernisiert und die Turnhalle bekam ein neues Dach und einen neuen Fußbodens.

Von 1952-55 haben die Eichenbestände in der Annaburger Heide durch jährlich wiederkehrenden Goldafterfraß stark gelitten.

1952 Die Konditorei und das Cafe in der Torgauer Strasse wurden vom Konditor Oskar Schüttauf von seinen Eltern übernommen und bis 1985 geführt.

1952 Am 21.12. nahm der Fernsehfunk der DDR sein regelmäßiges Sendeprogramm auf.

1952/53 Die MAS wurde nach 3-jähriger Tätigkeit in eine MTS umgewandelt. Der Annaburger Technikstützpunkt umfasste eine Traktorenwerkstatt, ein kleines Büro für die Brigadeabrechnerin und vier Hallen für die Unterstellung der Traktoren. Die Technik bestand am Anfang aus den Traktoren „Pionier“ und Geräteträger „RS09″. Später kamen dann der „Famulus“, Kran „T 170″. Die ersten Arbeiten waren das Pflügen und Grasmähen bei den Einzelbauern und später bei den LPG.

1953 In der Annaburger Steingutfabrik und in der Maschinenfabrik kam es wegen der am 10. Juni durch den Ministerrat der DDR Verordneten 10% igen generellen Normerhöhung zur Arbeitsniederlegung am Vormittag des 17. Juni. Zu einer Demonstration hatte sich aber keine Belegschaft entschieden können.

1953 Ende August verzichtete die UdSSR, auch im Namen Polens, auf alle weiteren Reparationslieferungen aus der DDR.

1953 Einrichtung des Sperrgebietes in der Annaburger Heide für die KVP

1954 Im August war unsere Region von einem ungewöhnlich starken Hochwasser betroffen. Bei der Gemeinde Elster/Elbe umspülte das Elbehochwasser stellenweise zu beiden Seiten den Bahndamm der Strecke Wittenberg – Falkenberg. In Annaburg standen viele Keller und alle Gräben im Tiergarten randvoll mit Wasser und auf der Torgauer Straße vor dem Steingutwerk drückte das Grundwasser zwischen den Pflastersteinen durch.

1954/55 Die Annaburger LPG „Freundschaft“ hatte nun über l Jahr so recht und schlecht gewirtschaftet. Erst mit der Übernahme des Betriebsteiles Landwirtschaft der ehemaligen Stadtmühle im Juni 1954 unter Leitung von Paul Müller und dem Zugang der Siedlungswirtschaft Frieda und Georg Käding erfolgte eine positive Veränderung der LPG. Der neue Sitz der LPG wurde ab 01.01.1955 die Mühle. Neuer Vorsitzender wurde Paul Müller.

1955 Zum Jahresende waren im VEB (K) Maschinen- und Gerätebau Annaburg 88 Arbeiter in der Produktion beschäftigt und erwirtschafteten einen Bruttoumsatz von 2.534.000,- Mark, dass entsprach dem 5,4 fachen von 1949.

1955/56 Im diesen Jahren gab es weitere Zugänge an wirtschaftlich guter Einzelbauern. In den meisten Fällen fehlte diesen landwirtschaftlichen Betrieben der nötige Hofnachfolger, der leider im Krieg gefallen war. Oder die Betriebe waren aus Altersgründen und wegen fehlender Arbeitskräfte an ihre Entwicklungsgrenze gekommen. Nun erst begann die eigentliche genossenschaftliche Viehhaltung. In den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe Helm, Grahl und Wilhelm Lehmann wurden die Kühe der Einzelbauern untergebracht.

1956 Im Hof Schulze am Markt erfolgte in den Ställen der Umbau zu damalig modernen Kälber- und Jungviehställen. Auf dem Gelände der LPG – Mühle er-folgte der Bau eines neuen größeren Schweinestalles. Dadurch konnte jetzt die genossenschaftliche Schweinehaltung beginnen.

1956 Eröffnete in der Mühlenstraße Eberhard Förster seinen Bäckerladen und baute 1958 dort seine Bäckerei neu auf.

1956 Im Steingutwerk erhöhte sich die Belegschaftsstärke auf 456 Personen.

1957 Per Gesetz vom 1. März wurde die Wochenarbeitszeit in den Betrieben und Einrichtungen auf 45 Stunden pro Woche reduziert.

1957/58 Die beiden letzten bewohnten Häuser im Zschernik werden auf Grund der militärischen Nutzung des Geländes geräumt. Die Familien werden nach Mahdel umgesiedelt.

1958         Erfolgte die Einweihung des neuerbauten Stadions.

1958 Am 10. April kam es zu einem großen Brand im Hinterschloss. Mehrere Familien aus diesem Teil des Schlosses mussten für einige Monate in Ausweichquartieren untergebracht werden.

1958 Am 29. Mai wurden die Reste der Rationierung aufgehoben und ein einheitliches Preisgefüge für Lebensmittel eingeführt.

1958 zählt der VEB Steingutwerk Annaburg 400 Beschäftigte und ist im Kreis Jessen damit der größte Produktionsbetrieb und darüber hinaus der größte seiner Art im Bezirk Cottbus.

1959 Im Juli kam es erneut zu großen Überflutungen, besonders die Annaburger Heide war betroffen. Diesmal waren von den starken Wasserschäden auch die Fernmeldeleitungen von Annaburg in Richtung Herzberg, Liebenwerda und Torgau betroffen.

1959 Zu Beginn des Jahres zählte Annaburg 4.472 Einwohner

1959 Da die staatliche Pflichtablieferung für bäuerliche Wirtschaften auch auf die neuen LPG übertragen wurde, musste die LPG „Freundschaft“ neben Milch, Rind- und Schweinefleisch auch die Lieferung von Eiern übernehmen. Dazu wurde neben der Windmühle Proschwitz am Neugraben ein Stall für einen größeren Bestand an Legehennen errichtet. Die Betreuung der Hühner übernahm Hedwig Proschwitz.

1959 Die ersten Neubaublöcke in der Schul- und Töpfer-straße sind entstanden, zuvor erfolgte die Gründung der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG).

1959 Eine Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft war der Zusammenschluss von Beschäftigten in Betrieben und Institutionen in der DDR zu einer sozialistischen Genossenschaft, mit dem Zweck der Errichtung, Erhaltung und Verwaltung von Wohnungen. Sie wurden u.a. mit zinslosen Krediten staatlich gefördert. Die Mitglieder erbrachten Arbeitsleistungen und erwarben Genossenschaftsanteile.

1959 Im August wurde der ehemalige Institutsfriedhof am Pechberg als Müllkippe (1960-1985) genutzt und seine Erde als Streugut im Winter durch die Stadt Annaburg genutzt.

1959 Der erste Selbstbedienungsladen in Annaburg eröffnete.

1959 Die ersten heute üblichen Hausbriefkästen wurden im äußeren Eingangsbereich der Häuser angebracht. Damit entfällt nach und nach die direkte Zustellung der Post zur Eingangstür des Empfängers.

1960   Die noch privat wirtschaftenden Einzelbauern haben sich in diesem Jahr zur LPG Typ I zusammengeschlossen. Die LPG Typ I „Heideland“ im Annaburger Stadtgebiet wurde am 10. März gegründet. Der Vorsitzende dieser LPG wurde Ernst Hamann. Auch die Neubauern in Gertrudshof gründeten am 21. März die LPG Typ I „Gertrudshof“, ihr Vor-sitzender wurde Otto Sährig.

1960 In diesem Jahr wurde auch in Annaburg eine Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) gegründet, deren Mitglieder Handwerker oder Gewerbetreibende mit Eintrag in der Handwerks- oder Gewerberolle waren. Zudem konnten auch deren Beschäftigte und mithelfenden Ehepartner Mitglieder in einer PGH sein. Der Zusammenschluss beruhte auf einer freiwilligen, gemeinschaftlichen/kollektiven Arbeit innerhalb einer Produktionsgenossenschaft mit dem Ziel, durch den Zusammenschluss ein Ge-meineigentum an den Produktionsmitteln zu bilden. Der Steinbildhauer Hans Schläfer aus der Torgauer Straße Nr. 18 war mit seinen Angestellten einer ersten Mitglieder. Außerdem traten in diesem Jahr die Schlossermeister Karl Heinz und Wilfried Schade aus dem Planweg bei. Sie waren die Fachmänner für die Reparatur von Landmaschinen bei. Im weiteren: Dachdeckermeister in Annaburg Karl Wallner; Herrn und Damensalon Richter, Inh. Frau Morawitz (1966);

1960 Erster Dienstleistungsbetrieb auf volkeigenem Sektor

1961 Durch die Annaburger LPG „Freundschaft“ wurde in diesem Jahr eine Gärtnerei auf der Ackerfläche hinter dem Schloss, am Baumschulenweg aufgebaut und eingerichtet. Eine weitere Gartenbaufläche, ehemals Fabrikacker an der Bahn nach Falkenberg, wurde ebenfalls zur Gemüseproduktion genutzt. In der Nähe des Schlosses wurde der dort vorhandene Kellerberg zur Produktion von Champignons eingerichtet. Die Leitung der Gärtnerei wurde Hermann Hecht, gelernter Gärtner aus Annaburg, übertragen. Er trat dazu am 15. August der LPG bei.

1961 Die Kleinbahn Annaburg-Prettin wird nur noch für Gütertransporte genutzt, Einrichtung von Buslinien

1963 Produktionsaufnahme der Wäscherei am Schloss

1963/64 In diesem Jahr wurde mit der Projektierung der Melioration der Rohr- und Heidewiesen und gleichzeitig für die Bruchwiesen in Annaburg begonnen. Die Projektierung wurde von einem Meliorationsprojektanten aus Dresden durchgeführt.

1964 Ab diesem Jahr wurden innerhalb der LPG „Freundschaft“ die Rinderbestände von Brucellose und Tuberkulose saniert. Regelmäßig wurden die Rinder getestet. Gesunde Kälber und Jungrinder wurden von den infizierten getrennt aufgezogen und gehalten. Das gab zwar viel Ärger mit den einzelnen Stallkollektiven, aber Tiergesundheit war wichtig und tbc-freie Milch wurde auch besser bezahlt. Mit eiserner Konsequenz schafften wir es in wenigen Jahren, dass alle Rinder tbc-frei waren.

1964 Es wurde von der LPG „Freundschaft“ erstmals in einem Stall eine Bruttoproduktion von 3.000 kg Milch/Kuh bei 3,5% Fett erreicht.

1964 Auf Anordnung des Ministerrates wurden ab Oktober neue Postleitzahlen eingeführt. Annaburg erhält die PLZ 7902 (Leitregion 7; Cottbus 75-79; Leitbereich Falkenberg 79 und 02 für Annaburg).

1964 Um eine kontinuierliche Abnahme der erzeugten Gemüsearten und der Champignonpilze zu ermöglichen, wurde im Gehöft Helm ein Verkaufsladen für die Gärtnerei eingerichtet. Die Annaburger Bürger haben unseren Gemüseladen sehr dankbar angenommen.

1964/65 Im Winter organisierte die Leitung der LPG „Freundschaft“ die Ausbildung ihrer Mitglieder ohne Beruf bzw. mit landwirtschaftsfremden Abschlüssen zum Facharbeiter für Landwirtschaft nach vorgegebenem Lehrplan. Die Schulung fand in den Räumen der Berufsschule am Markt in Annaburg statt. Diese Ausbildungszeit wurde den Teilnehmern bezahlt.

1965   Einrichtung eines Schulhortes im ehem. Kommandeurs- bzw. Stabsgebäude

1965 Die Annaburger LPG „Freundschaft“ schließt sich der Kooperations-gemeinschaft „Heideck“ an. Die Kooperationsgemeinschaft wurde von einem Kooperationsrat geleitet. Der Kooperationsrat organisierte regelmäßige Beratungen zur Koordination der Zusammenarbeit sowie Ausstellungen, Ernte- und Sportfeste. Bei jedem Erntefest gab es Umzüge zur Demonstration der Leistungen der LPG und zur Vorstellung moderner Technik. Die Kooperation betraf alle Bereiche der Landwirtschaft sowie Bau, Waldwirtschaft, Agrochemie und Melioration.

1965 Es begannen die Meliorationsarbeiten durch die Firma Doil aus Herzberg in den Annaburger Bruchwiesen. Die neuen Gräben wurden entlang der Wege angelegt und tiefer ausgebaut. Für die Entwässerung wurde dann ein Schöpfwerk am Mühlweg zu Proschwitz gebaut. Bei Bedarf konnte das Wasser von den Bruchwiesen in den angrenzenden Neugraben abgepumpt werden. Neue Gräben wurden auch auf dem Ackerland im Ziegendickicht angelegt. Für die Bewässerung wurden im Neugraben 3 Staue errichtet, der erste an der Mühle für die Bruchwiesen, weitere Staue hinter der ersten Neugrabenbrücke und der nächste Stau vor der Straßenbrücke in Gertrudshof.

1966 Am 17. Januar wurde für alle Beschäftigte die 5-Tage-Woche per Gesetz eingeführt. Sie brachte für alle Annaburger mehr Freizeit.

1967 Die LPG Typ I „Gertrudshof“, die bisher gute Leistungen in der privaten Tierhaltung hatte und in der Feldwirtschaft im genossenschaftlichen Anfangsstadium war, hat sich am 01. Juli der LPG „Freundschaft“ angeschlossen.

1967 In diesem Jahr begann der gemeinsame Bau einer zentralen Kartoffelsortieranlage hinter der Baufirma Schröder auf dem Acker der Familie Dubro mit den Genossenschaften von Annaburg, von Groß Naundorf und der BHG in Annaburg. In dieser neuen Halle wurde eine große Kartoffelsortieranlage eingebaut mit Kartoffelannahme und Lagerraum für fertig sortierte Kartoffeln. Diese Anlage war bis zur Wende jährlich in Betrieb.

1967 Mit der Schließung der Molkerei in Annaburg wurde die individuelle Kuhhaltung eingestellt. Die Milch aus dem zentralen Melkhaus der LPG wurde mit einem Tankfahrzeug zur neuen Molkerei nach Jessen gefahren. Für die individuellen Kuhhalter gab es keine Möglichkeit mehr, die Milch in Annaburg anzuliefern.

1967/68 Die LPG „Heideland“ im Stadtgebiet konnte sich nur schwer von der bäuerlichen Einzelwirtschaft trennen und schloss sich erst am 30.05.1968 der LPG „Freundschaft“ an. Zuvor wurde aber schon im Herbst 1967 eine gemeinsame Feldbestellung durchgeführt. Nun war Annaburg vollgenossenschaftlich geworden. Erst seit diesem Zeitpunkt konnten auch in Annaburg größere zusammenhängende Schläge, getrennt nach der Bodenqualität, eingerichtet werden. Die LPG Annaburg bewirtschaftete jetzt als landwirtschaftlicher Großbetrieb 750 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche.

1968 Die Bauern brachten bei ihrem Eintritt in die LPG auch ihren Wald zur Bewirtschaftung und Nutzung ein. Landwirtschaftliche Produktion hatte Vorrang und so wurde der Wald oft vernachlässigt. Außerdem fehlte geeignete Technik für Aufforstung, Pflege und Rodung. Deswegen trat die LPG Annaburg der Zwischengenossenschaftliche Einrichtung Waldwirtschaft (ZEW) am 11. Januar bei und brachte ihre 18,55 ha Wald zur Bewirtschaftung dort ein. Die ZEW hatte ihren Sitz in Schweinitz und arbeitete eng mit dem Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Annaburg zusammen.

1968 Es wurde mit der Bildung der Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) am l. Juli auch der Gartenbaubetrieb der LPG Annaburg und der Gartenbaubetrieb der LPG Prettin in die neue kooperative Einrichtung eingebracht. Dazu kam auch noch die gärtnerisch genutzte Fläche von der LPG Gerbisbach an der Schöneichoer Straße. Damit wurden in der KAP 64 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche gärtnerisch genutzt.

1968 Es erfolgte die Auflösung der Tbc-Heilstätte im ehemaligen Institutskrankenhaus und die nachfolgende Nutzung als Altenpflegeheim.

1968 Der VEB Steingutwerk stellt seine Produktion auf Sintolan um. Das Sintolangeschirr hatte einen rustikalen Charakter und entsprach dem Trend auf dem Weltmarkt. Es war für Haushalt und Hotel geeignet und hatte die Eigenschaften des Porzellans. Dazu wurde einen neuer Tunnelofen für Glattbrand gebaut. Für Glühbrand wurde der alte Tunnelofen, der bis dahin mit Kohle beheizt wurde, auf Gas umgestellt.

1968 Nutzung der ehem. Schlosskirche als Produktionshalle des Dienstleistungsbetrieb (VEB)

1969 Verlor der VEB Steingutwerk Annaburg seine Selbständigkeit und wurde ein Teilbetrieb des VEB Vereinigte Prozellanwerke Colditz. In Annaburg waren 600 Arbeiter und Angestellte beschäftigt.

1969 Kaufte Bäckermeister Joachim Käpernick die Bäckerei von Franz Polster in der Torgauer Strasse und eröffnete am 18. März seinen Betrieb.

1969 Bildung eines Werterhaltungsverbandes mit Sitz beim Rat der Stadt Annaburg (bis 1974)

1970 Es wurden die freien Kuhställe in Annaburg als Abferkelställe mit elektrischer Fußbodenheizung für die Ferkel umgebaut. Ebenso entstand ein völlig neuer Läuferstall, in dem die Absatzferkel bis zu einem Gewicht von 35 – 40kg gehalten wurden.

1970 Im Oktober fand in Teilen der DDR das Manöver „Waffenbrüder“ statt, an dem Kontingente verschiedener Armeen des Warschauer Vertrages teil-nahmen. Ein markanter Manöverpunkt dabei war auch der Truppenübungsplatz in der Annaburger Heide.

1970 Der neue Sportplatz wurde gebaut, und mit ihm auch die Konsumgaststätte „Sportlerheim“ eröffnet.

1972 Mitglieder der Kooperationsgemeinschaft „Heideck“ wurden jetzt folgende Genossenschaften: LPG „Geschwister Scholl“, Prettin; LPG „Junge Garde“, Plossig; LPG „Fortschritt“, Gerbisbach; LPG „Neues Leben“, Lebien; LPG „Ernst Thälmann“, Groß Naundorf; LPG „Freundschaft“, Annaburg; LPG „Friedenstaube“, Purzien und die BHG Hohndorf.

1972 Das Hotel Stadt Berlin wird geschlossen. Bis zu seiner Schließung hatte das Hotel Otto Löffler geführt. Die Gaststätte wurde von Michael Prüfer mit seiner Mutter anfänglich weitergeführt. Sie wurde dann von Andreas Kobs und Wilhelm Waisch bis 1980 weiter betrieben.

1972 In diesem Jahr erfolgte der Zusammenschluss der LPG Annaburg und Purzien.

1974 Zählte die Annaburger Bevölkerung 4.262 Einwohner.

1975 Herrschte im Raum zwischen Jüterbog und Torgau, zwischen Dessau und Liebenwerda eine besonders starke Grippewelle, die natürlich auch Annaburg erfasste. In den Betrieben schwoll der Krankenstand lawinenartig an. Im Annaburger Postamt u.a. waren fast zur gleichen Zeit 50% aller Mitarbeiter arbeitsunfähig.

1975 Am 1. April erfolgte der Zusammenschluss aller LPG Tierproduktion zur LPG „Ernst Thälmann“ Groß Naundorf. Sitz der Verwaltung war die Lichtenburg Prettin bis zur Fertigstellung des Sozialgebäudes Groß Naundorf im Herbst 1977.

1976 In diesem Jahr entstand aus der LPG „Elsterobst“ Jessen, der Gartenbauabteilung der KAP „Heideck“, und den gärtnerisch genutzten Flächen der LPG „Hohes Feld“ Linda, LPG(P) Rade und Seyda sowie der LPG(T) Battin die neue Gartenbau – LPG „Hermann Matern“ in Jessen. Damit ging der eigenständig betriebene Gartenbauanbau in Annaburg in dieser neu gebildeten LPG mit auf.

1979 Der Mindesturlaub wurde ab dem 01. Januar für die Beschäftigten um drei Tage auf 23 Arbeitstage erhöht.

1979/80 Kurz vor Weihnachten kam es in ganz Mittel- und Osteuropa zu dem bis dahin stärksten Kälteeinbruch dieses Jahrhunderts, verbunden mit außergewöhnlich starken und stürmischen Schneefällen. Vieh erfror massenhaft in den Ställen, weil Heizungsanlagen zerfroren, Züge und Autos blieben oft im Schnee stecken, die Flüsse und Seen erstarrten unter einem dicken Eispanzer. Mancherorts, wie auf Rügen und Hiddensee konnte die Versorgung der Bevölkerung nur mit Hilfe von Armeehubschraubern in diesen Tagen und Wochen gewährleistet werden. Aufgrund der extremen Schneemengen und der strengen Kälte bis minus 20 Grad (teilweise noch weit darunter), kamen nach übereinstimmenden Aussagen damaliger Annaburger an mehreren verschiedenen Tagen keine Autos nach Annaburg durch. An solchen Tagen fiel die u.a. auch die Post-zustellung aus. Der Telefon- und Telegrammbetrieb, konnte aber im wesentlichen aufrechterhalten werden, weil diese Netze (ebenso wie alle Haushalte) relativ ausreichend mit Strom versorgt werden konnten. Trotzdem wurde auch Annaburg von allgemeinen Stromausfällen nicht verschont. Dauerte der Stromausfall zu lange, wurde die Produktion in den Annaburger Firmen vorübergehend eingestellt und geschlossen.

1980 Die Gaststätte am Markt (ehemalig Hotel Stadt Berlin) wird von der HO übernommen und als Laden für Haushaltswaren eingerichtet. (Heute steht an dieser Stelle der EDK-Einkaufsmarkt)

1982 Annaburg zählte zum Jahresende 3.924 Einwohner.

1982 Das Sintulanwerk exportierte seine widerstandsfähigen Feinkeramiker-zeugnisse in mehr als 20 Länder der Erde.

1983 In diesem Jahr begannen eine gründliche und umfassende Bauinstandsetzung des Annaburger Schlosses und die Modernisierung der darin befindlichen Wohnungen. Die gesamten Baumaßnahmen dauerten bis 1987.

1983 Das Annaburger Postamt in der Züllsdorfer Str. wurde von April bis November modernisiert. Ausweichquartier des Postamtes wurde das Grundstück Peschke in der Ackerstrasse.

1984 Im Februar wurden am Stadtrand an der Züllsdorfer Straße 300-jähriger Eichenbestände des Tiergartens in Vorbereitung des Baugrundes für die zu erstellenden weiteren 135 Neubau – Wohnungseinheit abgeholzt.

1984 Am 23. Juli wurde durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Heimatgeschichte und Denkmalspflege Detlev Schulze und Edwin Kretzschmann im Turmknauf des Vorderschlossturmes alte und neue Dokumente zur Zeitgeschichte hinterlegt.

1984 Unter Leitung von Harald Peschel erfolgte der weitere Ausbau des GST Schießplatzes am Schützenplatz.

1985 Mit der Eisenbahnstrecke Wittenberg – Falkenberg wurde mit der Elektrifizierung begonnen.

1985 Die Konditorei und das Cafe in der Torgauer Strasse vom Konditor Oskar Schüttauf werden geschlossen.

1986 Im Januar wurden die neuerbauten 135 Neubau-Wohnungseinheiten in der Züllsdorfer Straße fertig gestellt und alle bezogen.

1986 Im September wird das ehemalige Stabsgebäude von innen und außen rekonstruiert. Das Gebäude wurde anschließend als Kinderhort genutzt.

1986 Im September wurde die Elektrifizierung der Reichsbahnstrecke Wittenberg – Falkenberg abgeschlossen. Die Strecke ist 54 km lang und hat 72 Millionen Mark der DDR gekostet.

1987 Nach Abschluss der Bauinstandsetzung des Annaburger Schlosses wurde eine Heimatstube im Hinterschloss eingerichtet.

1988 Im Januar ist Baubeginn für die Kinderkombination an der Ernst-Thälmann-Straße.

1988 Im Oktober wurde das Schuhgeschäft mit Werkstatt des Schuhmachermeisters Neumann jetzt Petersohn 100 Jahre alt.

1989 Im Januar erfolgte die Zustimmung zur Widergründung des Heimat-festkomitees durch die Stadt Annaburg. Es bestand bis 20.02.1976. Die Widergründungsversammlung fand am 18.10.1988 unter Leitung von Edwin Kretzschmann in der Parkgaststätte mit vielen ehemaligen Getreuen statt. Die erste Vollversammlung wurde am 18.01.1989 in der „Gaststätte Goldener Ring“ durchgeführt, welches auch Vereinslokal wurde.

1989 Ermolkten die LPG „Ernst Thälmann“ Groß Naundorf mit 2.700 Kühen eine Leistung von ca. 6000kg/Kuh, umgerechnet auf 3,5% Fett.

1989 Die Einweihung der neuen eingerichteten Bibliothek im Hinterschloss erfolgte am 27. Juni (bis 2009)

1989 Im Juli konnte durch die Feierabendbrigade unter Leitung von Hans-Jörg-Griesa die Straßenbauarbeiten von der Züllsdorferstrasse bis zur 1. Kreuzung in der Siedlung fertig gestellt werden.

1989 Seit den Sommermonaten hatten immer mehr Menschen der DDR den Rücken gekehrt, weil sie mit der verfehlten Politik der SED und der Regierung nicht einverstanden waren. In diesem Jahre waren 343.854 DDR-Bürger in die BRD übergesiedelt. Nach dem 7. Oktober kam es überall im Lande, zu-erst vereinzelt, dann immer häufiger zu machtvollen Demonstrationen, besonders in den größeren Städten. Auf den Programmen stand überall der Aufbruch in eine neue Zeit, d.h.: Aufhebung der Alleinherrschaft der SED und der Kommandowirtschaft, bessere Versorgung der Bevölkerung und der Betriebe, mehr persönliche Freiheiten, einschließlich Versammlungs-, Reise- und Pressefreiheit. Am bekanntesten wurden die Montagsdemonstrationen von Leipzig unter der Losung „Wir sind das Volk“ und die Großkundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz vom 4. November 1989.

1989 Fertigstellung und Bezug der neuen Kinderkombination am 24. Oktober (heute Kindertagesstätte). Der Umzug aus der Holzbaracke vom Schulhof erfolgte feierlich mit Stimmung und Musik.

1989 Im November fanden in Annaburg friedliche Demonstrationen gegen die DDR-Führung statt.

1989 Alle Betriebsparteiorganisationen der SED in den Annaburger Betrieben wurden zum 31. Dezember 1989 aufgelöst. Die weitere Organisation der ver-bliebenen Mitglieder der SED erfolgte in der Stadtparteiorganisation.

1990 Das Jahr begann stürmisch Ende Januar jagte das Sturmtief „Daria“ über Deutschland hinweg, deckte Dächer ab, knickte Bäume und Strommasten wie Streichhölzchen und zerriss Oberleitungen der Eisenbahn. Auch bei uns blieben Güterzüge liegen und der Personenverkehr musste mit Dieselloks aufrechterhalten werden. Die Post war von den Stromausfällen ebenso betroffen, wie die anderen Betriebe in Annaburg.

1990 Am 18. Januar fand der erste Runde Tisch (Bürgerforum) unter Leitung von Wulfram Gesch in Annaburg statt.

1990 Am 7. Februar erfolgte die Neugründung der Annaburger-SPD im Zimmer Nr. 10 beim Rat der Stadt Annaburg. Die anwesenden 29 Bürger wählten zu ihrem Vorsitzenden Herrn Albert Strickfaden.

1990 Erfolgte die Gründung der Jagdgenossenschaft

1990 Am 10. März wurde die Freien Wählergemeinschaft e.V. Annaburg (FWG) gegründet. Zu ihrem Vorsitzenden wurde Herr Dr. Georgi gewählt.

1990 Im März wurden in Annaburg zwei Automärkte gegründet. Am Bahnhof durch Herr Werner Otto und am Mühlenende Herr Dieter Roedler.

1990 Maßgebliche Zwischenstationen auf dem Weg der deutschen Wieder-vereinigung waren die Volkskammerwahl am 13. März 1990 sowie der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Infolge der Wahlergebnisse wurden die Währungsunion und der schnelle Beitritt der DDR zur BRD forciert.

1990 Wurde ein Sternmarsch – Annaburger Heide militärfrei durchgeführt.

1990 Am 30. Juni nach 40-jährigem Bestehen wurde die BSG-Chemie Annaburg in „Annaburg SV Grün Weiß e. V.“ umbenannt.

1990 Am 01. Juli erfolgte die Währungsunion mit der BRD und der damit verbundenen Einführung der „Deutschen Mark“ als allein gültiges Zahlungsmittel. Dabei wurde 1:1 umgestellt private Sparguthaben in bestimmter, nach Alter differenzierter Höhe: 2000 Mark pro Kind im Alter bis zu 14 Jahren; 4000 Mark für Personen bis 59 Jahren und 6000 Mark für die noch Älteren. Die laufenden Einkommen und Rentenzahlungen wurden im Verhältnis 1:1 umgestellt.

1990 Das am 22. Juli von der Volkskammer bestätigte Gesetz über die Auflösung der Bezirke (Ländereinführungsgesetz), brachte auch für Annaburg eine neue Zuordnung. Wir gehörten zum Kreis Jessen und mit ihm zum neu gebildeten Land Sachsen-Anhalt. Wir wurden „Länderrandgebiet“ zwischen Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Sachsen(Torgau) und dem Land Brandenburg (Herzberg).

1990 Verlegung des Rentnertreffs von der ehem. Jugendherberge in die neue Kinderkombination

1990 Am 13. September beantragte der Bürgermeister Herr Reiner Plenz aus gesundheitlichen Gründen seine Abberufung. Als amtierender Bürgermeister wurde Herr Detlef Schulze durch die Stadtverordnetenversammlung berufen.

1990 Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober wurden die neu gebildeten Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Berlin Länder der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz mit seinen Abänderungen galt nun in ganz Deutschland. Staatsrechtlich spricht man vom „Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland“, politisch und sozialökono-misch von der Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik. Die damit vollzogene Deutsche Einheit, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertag begangen wird, beendete den Zustand der Deutschen Teilung der als Folge des Zweiten Weltkrieges in der Ära des Kalten Krieges vier Jahrzehnte bestand.

 

 

 

 

 

Bernd Hopke

Annaburg©2012

Quellen

  • Verein f. Heimatgeschichte u. Denkmalpflege Annaburg (Hrsg.) Jagdschloß Annaburg – Eine geschichtliche Wanderung, Horb/Neckar 1994;
  • Verein f. Heimatgeschichte u. Denkmalpflege Annaburg; unter http://www.geschichte-annaburg.de/?p=1; Zugriff Oktober 2011
  • Th. Meinhof, Seydaer Heide, Regionalverein 2006
  • Andreas Anlauf, „Der Kampf mit dem Wasser in der Parochie Klöden“, Manuskript, Predigerseminar Wittenberg, [Katalog: 1990-247]
  • Kurt Gründer, „Ausdauer 1934“ – Geschichte des Annaburger Anglersportes, Annaburg 1991 unveröffentlicht, Privatbesitz
  • Kretzschmann, „Chronik der Stadt-Annaburg 1984/2009“, Annaburg 2009, unveröffentlicht, Privatbesitz
  • Kretzschmann, „Ein geschichtlicher Rückblick auf die schulische Entwicklung der Volksschule in der Stadt Annaburg von 1945-55; Amtsblatt 2005
  • Kretzschmann; „Steingutfabrik, vom Steingutwerk, über Sintolan, zur Porzellan-GmbH-Annaburg“, Annaburg Amtsblatt 2006
  • Duden, Grundwissen-Geschichte, Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG Mannheim 1996
  • Dr.Ing. Gratz: „Chronik-Düßnitz“, Eigenverlag 2000, Privatbesitz
  • Autorenkollektiv: Forsteinrichtungsbücher, Ergebnisse der Standorterkundung, Teil I u. III, Institut für Forsteinrichtung und Standortserkundung Potsdam, Falkenberg/Elster 1956
  • Eberhard Förster; Verein f. Heimatgeschichte u. Denkmalpflege Annaburg (Hrsg.); Mühlen zwischen Elbe und Schwarzer Elster; Erste Auflage, März 2006
  • Annaburg, Fremdenverein »Annaburger Heide« e.V., o. J
  • Horst Hammer, Entstehung und Entwicklung des Fahrzeugwerkes Annaburg, unveröffentlicht, Annaburg 2001
  • Unbekannt; „Geschichte der Post in Annaburg“, Eigenverlag 1997
  • Förster, „Gewerbe- und Handwerksbetriebe Annaburg“; Annaburg 2009, unveröffentlicht
  • Werner Hahn, Herbert Geissler; Geschichte der Landwirtschaft in und um Annaburg von 1945 bis 2010; unveröffentlicht, Annaburg 2010
  • VdgB Kreisvorstandes Jessen; Broschüren „zur Geschichte der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe des Kreises Jessen“, Jessen 1984
  • Margit Naumann, „Flieg, Käfer, flieg, eine Nachkriegskindheit“; Bücherkammer Herzberg 2007
  • Günther Erfurt, „Die Schwarze Elster unser Heimatfluss“; Jessen 2007

 

17.10.2016